| NACHRICHTEN
AUS ALLER WELT
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Die
USA schießen am 1. Februar mit Explorer I einen
Sateliten ins All.
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Der
Schah von Persien trennt sich am 14. März von seiner
Gattin Soraya weil sie keine Kinder bekommen kann.
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Die
Brüsseler Weltausstellung, mit dem Wahrzeichen Atomium
wird am 7. März eröffnet.
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Nikita
Chruschtschow wird am 27. März Ministerpräsident der
UdSSR.
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Charles
de Gaulle wird am 1. Juni zum Ministerpräsidenten
Frankreichs gewählt.
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Bei
der Fußball-WM in Schweden scheidet das Team Sepp
Herbergers durch ein 1:3 gegen Schweden aus; Weltmeister
wird Brasilien (5:2 gegen Schweden).
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Das
amerikanische Atom-U-Boot Nautilus unterquert am 4.
August den Nordpol.
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Am
1. Oktober kommt Elvis Presley in Bremerhaven an
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Das
Jahr beginnt mit einem Schock: Elvis Presleys
Einberufung zum Militärdienst in der Bundesrepublik!
Nach einer 60-tägigen Gnadenfrist, in der er seinen
vierten Film "King Creole" abdrehte, zähmt
ein Friseur Elvis und dessen Locken, die er danach
einzeln per Post verkauft. "Colonel" Tom
Parker hat das Image des Rebellen, das Elvis besaß, längste
zerstört: The King ist nun ohne seine Kleider und muß
sich wie alle anderen fügen - vor allem um den Verkauf
seine Platten zu fördern. Auch wenn Elvis für den Rock
noch nicht ganz verloren ist, so ist es doch mit dem
Mythos, den er einmal verkörperte, vorbei. Statt dessen
wird er von den Medien als treusorgender Familienvater
präsentiert (er ist inzwischen mit Priscilla, der
Tochter eines Colonels verheiratet), der hart unter der
Knute seines Managers arbeiten muß. Was macht es da
schon, daß besagte Arbeit aus einer ununterbrochenen
Abfolge wirklich schlechter Filme besteht.....
Die
Hits des Jahres landen die netten Jungs und Mädels von
nebenan: Frankie Avelon, Fabian und Connie Francis Mit
den Rock'n'Roll Marke Elvis hat das nur wenig zu tun.
Die cleveren Unternehmenr aus der Musikbranche haben die
Zeichen der Zeit erkannt und handeln danach - die
Highschool-Ära bricht an.
Glücklicherweise
gibt es noch Chuck Berry, der nach wie vor für Stimmung
sorgt. Sein Hit des Jahres heißt Johnny B. Goode und
ist eine Hymne der neuen Musik.1958 erschien sein Hit
Sweet Little Sixteen, bis zum heutigen Tag ein
Meilenstein des Rock'n'Roll. Kaum einer der großen
Rock- und Beatmusiker Anfang der 60er Jahren nannte
nicht Chuck Berry als sein großes Vorbild. Ob Beatles
oder Rolling Stones - sie spielten in ihren Anfangstagen
Titel von ihm auf Platte nach. Chuck Berry war ein
einflußreicher Gitarist. So spielen wie er, das wollten
John Lennon und Keith Richards.
Die Everly Brothers landen Hits mit All I Have To Do Is
Dream sowie Bird Dog, und aus Kalifornien kommen Danny
& The Juniors (At The Hop) und beweisen gerade noch
rechtzeitig, daß auch weiße Jungs Doo-Wop singen können:
Den ansonsten beherschen die Coasters (Yakety Yak und
Splish Splash) und die Olympics (Western Movies) das
Geschäft - alles Schwarze.
Dafür geben bei den Instrumentalisten die Weißen den
Ton an: Duane Eddy (Rebel Rouser), Eddie Cohran
(Summertime Blues), The Champs (Tequilla)und Link Wray räumen
mit Ihren Gitarren und der Orgel ab.
In
Großbrittanien hatte das Fernsehen ebenfalls großen
Anteil bei der Entwicklung der Rock- und Popmusik. Im
Juni startete der talentierte Produzent Jack God mit Oh
Boy! die erste große Rock'n'Roll-show auf dem
Bildschirm. Moderiert wurde die Sendung von Marty Wilde,
der die Nachfolge Tommy Steeles als führender Rocker
des Landes angetreten hatte. Das britische Publikum
orientierte sich duraus nicht sklavisch an amerikanische
Trends: Marvin Rainwaters Whole Lotta Woman gelangte
niemals unter die amerikanische Top 50, kam in England
aber auf Platz 1. Es gab sogar eine brittische Antwort
auf Elvis Presley. Sie hieß Cliff Richard; am 13.
September 1985 hatte er sein Debüt bei Oh Boy! In
Europa zum großen Star avanciert, ließ er US-Künstler
wie Fabian oder Franky Avalon keine Chance. Cliff
dominierte die Musikszene bis zum Auftauchen der Beatles
und überdauerte letzten Endes sogar die Fab Four. Er
taucht in England mit der ersten richtigen Rock'n'Roller
auf: Move It ist der Startschuß für seine Karriere.
Hierzulande regiert Fred Bertelmann als "Der
lachende Vagabund" die Hitparaden: 11 Wochen auf
Platz 1 |