| NACHRICHTEN
AUS ALLER WELT
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DDR:
Volkskammer beschliesst Aufstellung einer
"Nationalen Volksarmee"
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Der
Luxuxliner "Andrea Doria" versinkt 200
Seemeilen vor New York im Atlantik
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Am
1. Oktober sendet die ARD zum erstenmal Ihre
"Tagesschau"
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Fürst
Rainier von Monaco heiratet in Monte Carlo die
Schauspielerin Grace Kelly
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Der
deutsche Bundestag verabschiedet gegen die Stimmen der
SPD das wehrpflicht-Gesetz
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Krise
um den Suez-Kanal: Großbritanien und Frankreich greifen
Ägypten an. USA und UdSSR versetzen ihre Atombomber in
Alarmbereitschaft
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Borsia
Dordmund wird deutscher Füßballmeister (4:2 über den
Karlsruher SC)
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Cortina
d'Ampezzo: dreimal Gold für Toni Sailer bei den ersten
olympischen "Fernseh"-Spielen
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Der
Rock'n'Roll lernt auf dem Umweg, der da Rockabilly
heisst, das laufen. Viele Musiker folgen den von Hank
Williams - einer wahren Country-Music-Legende -
vorgezeichneten Weg. In dessen stark vom Blues gefärbten
Songs brechen Geist und Text des Rock'n'Roll mit dem
Kanon traditioneller-Country-Musik. Carl Perkins und
Johnny Cash - wie Elvis beide aus den
Sun-Studios in
Memphis, Tennessee - Gene Vincent und
Johnny Burnette
sind die ersten Stars der verrockten und verrollten
Country-Musik. Allesamt kommen Sie aus den Südstaaten
der USA und mischen mit King Elvis
die angestaubten
Hitparaden kräftig auf.
Und
die Rockmusik hat ihr erstes tragisches Opfer: Carl
Perkins - Ende 1955 Schrieb er den Song "Blue Suede
Shoes" und nahm ihn auf. Als der Song gerade auf
dem Weg an die Spitze war - hat er am 21. März auf der
Fahrt zu einem New Yorker Fernsehsender um dort in den
Fernseh-Shows von Perry Como
und Ed Sullivan
aufzutreten, einen schweren Autounfall. Er muß für
einige Monate ins Krankenhaus, seinen Bruder Jay und
seinen Manager trifft's noch ärger, beide sterben. Die
Karriere von Carl, die noch nicht richtig begonnen hatte
ist schon wieder zu Ende. Sein Titel "Blue Suede
Shoes" war die erste Single, die simultan die
Chartspitze in den Bereichen Pop, Country & Western
und Rhythm & Blues beanspruchte
Den
Welterfolg mit "Blue Suede Shoes" feiert
Elvis. Am 28. September zieht Presleys Plattenfirma RCA
erste Bilanz: 10 Millionen Elvis-Platten in 12 Monaten,
rund 60% des gesamten Firmen-Umsatzes. Elvis war laut,
agressiv, das Bürgertum verteufelte ihn und seine
raffiniert-erotische Show als Jugendgefährdend und
bezeichnet Elvis als Vülgär. Die Jugend feierte Ihn
dagegen als neuen Messias. Der King Of Rock'n'Roll
etablierte sich endgültig mit "Hound Dog" und
"Don't Be Cruel" im Spätsommer 1956.
Die
RCA-Konkurenz DOT präsentiert Pat Boone und der
Saubermann des Rock'n'Roll startet mit garantiert
jugendfreien, blütenweissen Coverversionen schwarzer
Titel wie Fats
Domino's Titel "Ain't That A
Shame" seine Bilderbuchkarriere. Er wird in den
kommenden Jahren Hit auf Hit landen, sehr zur Freude
konservativer Eltern amerikanischer Teenies.
Der
Konflikt zwischen Schwarz und Weiss macht auch vor der
Musik nicht halt: Nat 'King'
Cole, farbiger Mainstream-Sänger,
wurde von Mitglieder des White Citizens Councils in
Birmingham während eines Auftritts verprügelt.
Und
auch das passiert in diesem Jahr: Jonathan F. Peacock,
Gebrauchtwagenhändler in Cincinnati, erlebt einen
Verkaufsboom - er verspricht den Kunden, beim Kauf eines
Autos 50 Platten des Jugendverderbers Elvis Presley zu
zerbrechen.
In
England herrscht Ruhe vor dem Rocksturm, das Fachblatt
Melody Maker berichtet noch ausschliesslich über Jazz.
Freddy
Quinn, der Österreicher mit dem Seemanns-Image und dem
Fernweh Feeling in der Stimme nahm als erster eine
deutsche Version von Dean
Martins Millionenseller
"Memories Are Made Of This" auf. Das Lied
hiess "Heimweh" und wurde Mitte 1956 Freddys
erster Nr.-1-Hit und Millionenseller und führte sage
und schreibe 14 Wochen die deutsche Hitparade an.
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